
Ich bin in Hinterstein als zweites von drei Kindern geboren, meine Mutter ist als sechstes von zwölf Kindern geboren und mein Vater als erstes von zehn Kindern.
Meine Vorfahren haben die Pest im 17. Jahrhundert überlebt, an der die Hälfte der Bevölkerung des Tales gestorben ist. Nach dem 2. Weltkrieg – der Vater war in Kriegsgefangenschaft – war ich mit 11 Jahren Hütejunge und Ende der 60er-Jahre Gassenhirt, um zu überleben.
Mein Großvater war Träger beim Prinzregenten und ist auf manchem Foto aus jener Zeit abgebildet. Der Vater war Alpsenn und im Winter Nagelschmied. Das harte Leben hat uns geprägt.
Später, nach der Heirat mit meiner Frau Gisela, haben wir auf dem Grundstück in der Talstraße bauen können. In Erinnerung an den 210 Jahre alten Hausnamen, haben wir „Bärblas Hüs“ beibehalten.
Ich bin tief mit den alten Sagen wie jener der „Wilden Fräulein“ verwurzelt. Als es weder Radio noch Fernsehen gab, saßen die Alten und die Handwerker nach Feierabend am Stammtisch im „Grünen Hut“ und erzählten die alten, oft auch gruseligen Geschichten. Ich saß als Bub immer dabei und habe zugehört. So kann ich die alten Sagen noch heute erzählen.
10 Jahre war ich Mitglied einer Jodlergruppe in Hinterstein. Seit 10 Jahren bin ich als Nachtwächter und Erzähler bei der Stall-Weihnacht zum Hindelanger Weihnachtsmarkt dabei. Als Sprecher wirke ich bei Krippenspielen, bei Mundartveranstaltungen und Heimatabenden mit und habe das Fernsehen, besonders BR 3, bei vielen Filmen über das Ostrachtal – seine Menschen, Bräuche und Natur – und begleitet.







