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Das Leben wie anno dazumal – Eine Zeitreise in die Vergangenheit im Heimatmuseum Bad Oberdorf

Wie lebten die Menschen im Ostrachtal in früheren Zeiten? Und wovon lebten sie? Diesen Fragen und noch vielen mehr geht das Bad Hindelanger Heimatmuseum nach. Entstanden ist das Museum im Herbst 2000 auf Initiative des Heimatdienstes. 

Rechts des Eingangs zur Schaukäserei Obere Mühle führt eine Treppe über einen Seitenarm der Ostrach zum Eingang des Heimatmuseums. Das erste Zimmer gibt gleich den Blick frei auf eine Schusterei und eine Werkstatt samt der zugehörigen Gerätesammlung. Dreht man sich um, steht man vor einer Reihe interessanter Übersichtstafeln mit historischen Fotos zu den Themen Handwerk, Verkehrswesen, Heuernte, Vereinsleben, Brauchtum, historische Ereignisse, Persönlichkeiten des Tals, Jagdwesen, Milchwirtschaft, Viehscheid, Wintersport und Jochstraße. 

Im Rundgang folgt eine Darstellung darüber, wie beschwerlich doch das Wäschewaschen anno dazumal war. Linker Hand ist zu sehen, wie wichtig die Jagd für das Gemeindegebiet war, damit verbunden auch die Wilderei. Rechts schließt sich die schöne Zirbelstube an.



Eine Reihe nicht minder interessanter Ausstellungen beginnt nach der Glastüre. Zunächst geht es mit nostalgischen Rückblicken zu den Anfängen des Wintersports in der Region. Die folgende Ausstellung erklärt, weshalb das Allgäu früher "das blaue Allgäu" genannt wurde. Dies lag am Flachsanbau, dessen Verarbeitung zu Leinen in fünf Schritten auf Schautafeln erläutert ist. Es folgt eine Sammlung von Fossilien, die im Ostrachtal gefunden wurden.


Dann steht man schon direkt vor dem Brauchtumszimmer, wo man auf bereits Bekanntes trifft: die Palmen im Herrgottswinkel, die historische Tracht, die Rätschen, das Klausentreiben, das Funkenfeuer, die Butzenmasken und das Fasnachtsspiel. 

Im Heimatmuseum stehen auch die Überreste einer alten Eibe, die einst im Bärgündletal gestanden hatte und dort zu Berühmtheit gelangt war. Man hatte ihr immerhin eine Alter von 2000 Jahren bescheinigt. Ihr wahres Alter offenbarte sich erst, als sie im Jahr 1999 von einer Staublawine erfasst wurde. Sie war nämlich erst 560 Jahre alt.


Das Heimatmuseum in der Ostrachstraße 40 ist täglich außer Dienstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.



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